Bauberichte

Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Anhänger von den Modellen vom Himmlischen Höllein. Als ich neulich mit meinem R.E.S.olution eine Begegnung mit einer Springbirke hatte, brauchte ich dringend Ersatz ... nur ein wenig grösser wäre halt nicht schlecht. War da nicht eben etwas von wegen neues Modell beim Himmlischen erschienen? Tatsächlich! Ein ganz neues Modell als günstiger Einstieg in die F5J Klasse gedacht - knapp 2.9 m Spannweite, mit 3S betrieben, unter 1 kg Abfluggewicht - Wow. Introduction F5J heisst das in üblicher Grüner CNC - Qualität gefertigte Baukasten-Modell.

Nach Berücksichtigung aller für mich wichtigen Faktoren bestellte ich den Laser-Baukasten bei Insider Modellbau.
Die handliche Kartonschachtel die mir 3 Tage später vom Postboten übergeben wurde beinhaltet sauber gelaserte Brettchen aus Balsa und Sperrholz, die als Holm und Nasenleiste dienenden CFK-Rohre und - Stäbe, sauber abgepackte Klein-und Anlenkteile. Nebst der ausführlichen Bauanleitung und einer Stückliste sticht mir sofort der in Farbe gedruckte Bauplan ins Auge - alle Achtung !

Also dann mal alles vorbereiten - was wird denn an Material und Werkzeug benötigt? Messer, Metall-Säge, Stossnadeln, Schleifklotz und - papiere verschiedener Körnung, kleine runde Schlüsselfeile, Bohrer 2 mm und 5 mm, Lötkolben, Folienbügeleisen und ein paar Gewichte zum beschweren sind auch nicht dumm. An Material wären da dünnflüssiger und dickflüssiger Sekundenkleber, 5 min. Epoxy, UHU Endfest und natürlich die Bespannfolie.

Beim Motor habe ich mich an die Empfehlung von Höllein gehalten und den Hacker A20-22L EVO besorgt; ebenso bei Propeller (11x6 CAM Carbon) und den Servos von Graupner (DES 427) - beim Regler habe ich mich für einen Castle Creation Talon 25 entschieden.

Der Zusammenbau beginnt mit den Leitwerken. Also die Pläne von den Leitwerken auf das Baubrett spannen und mit Folie (z.B. Frischhaltefolie aus der Küche) vor Kleber schützen. Die Bauanleitung ist sehr gut und verständlich verfasst und mit Fotos zu jedem Bauschritt versehen. Eigentlich sollte so nichts mehr schief gehen können. Schon ziemlich schnell muss man sich entscheiden ob man das Höhenleitwerk abnehmbar gestallten will oder nicht. Bei der HLW Spannweite von beinahe 65 cm musste ich nicht lange nachdenken: abnehmbar.
Jedes Brett im Baukasten ist nummeriert, ebenso ist bereits jedes einzelne Bauteil nummeriert und in der Bauanleitung klar vermerkt welches Bauteil sich auf welchem Brett befindet. Genial! Die gelaserten Bauteile sind mit möglichst wenig Stegen in den Brettern belassen - das heraustrennen fällt sehr leicht, egal ob Balsa- oder Sperrholzbauteil. Die Passgenauigkeit der Teile ist von höchster Güte und der clevere Aufbau verblüfft mich immer wieder.

Bilder vom Bau der Leitwerke:

Der Bauanleitung folgend geht es im nächsten Schritt darum den Kastenrumpf zu bilden. Auch hier stosse ich wieder auf die alten Bekannten "Präzision" und "genial konstruiert". Der gezielte Einsatz von möglichst wenig Sperrholz ergibt eine gute Steiffe bei sehr geringem Gewicht.
Im Prinzip werden erst die linke und die rechte Rumpfseite erstellt in dem die Kontur auf den Seitenwänden aufgebaut wird und die Verstärkungen und Halter für die Bowdenzugträger eingeklebt werden. Danach werden die Spanten auf einer Seite angesetzt, nach dem Trocknen dann die Rumpfhälften verklebt. Um den Rumpf zu verschliessen wird oben und unten beplankt.

Bilder vom Bau des Rumpfes:

Endlich beginnt der Bau der 3-teiligen Tragfläche - ein Mittelteil mit den beiden Endleisten-Landeklappen, der Flächenbefestigung zum Rumpf und dem innovativen Schnellverschluss-System zum fest machen der Aussenflügel: zwei geknickte Aussenflügel mit Winglets ... nach Möglichkeit ist ein linkes und ein rechtes Exemplar zu bauen!
Der Zusammenbau der Flügel gestaltet sich in typischer Höllein-Manier: Die Rippen werden auf den Holm aus CFK-Rohr aufgefädelt, mit der Endleiste fixiert, auf dem Plan winklig zum Baubrett ausgerichtet und mit dünnem Sekundenkleber angeklebt. Es folgt noch die Nasenleiste welche aus einem CFK-Stab besteht der in der selben Art verklebt wird. Vor dem Holm werden nun noch die Halbrippen eingeklebt. Für alle schrägen Anschlussrippen liegen Winkelschablonen bei und die Verbindungen der Baugruppen sind wohl durchdacht.

Bilder vom Bau der Tragfläche:

Die letzte Etappe umfasste nun das Bespannen und den Einbau der elektronischen Komponenten. Bei der Bespannfolie habe ich für alle Flügel Ora-Light rot verwendet, für den Rumpf Oracover cadmiumgelb. Über das Bügeln der Folie ist nicht viel zu sagen - ich machs halt gerne. Das fertig bespannte Seitenleitwerk wird nun an seiner Position am Rumpfende eingesteckt, die Klebestelle angezeichnet (dort wird die Folie wieder entfernt) und abschliessend mit Epoxy mit dem Rumpf verklebt. Auch hier war ich wieder erstaunt, wie wenig Nacharbeiten nötig waren, damit alle Flächen im richtigen Winkel zum Rumpf stehen.

Für den Erstflug, der hoffentlich am 31. Mai 2015 statt findet, habe ich nun den Schwerpunkt auf 87.5 mm eingestellt. Das ganze Modell flugbereit ausgerüstet mit 1300 mAh Akku wiegt gerade einmal 950 gr. !! Gebaut war das Modell innerhalb von zwei Wochen - es wäre aber sicher schneller machbar.

Bilder vom Bespannen und den abschliessenden Arbeiten:

Der Erstflug ist vollbracht und das Modell erfüllt meine Erwartungen voll und ganz. Der Introduction F5J nimmt Thermik schön an und lässt sich extrem eng darin kreisen. Er fliegt sehr gutmütig und spricht sehr gut auf die Ruder an. Wenn man es übertreibt und es tatsächlich einmal schafft das Modell "auszuleeren" fängt es sich sofort wieder auf mit einem Höhenverlust von 2 - 4 Metern. Die Landeklappen sind zwar sehr effizient, aber bei brachialer Thermik keinesfalls überdimensioniert :) Punktgenaue Landungen lassen sich auf Anhieb realisieren. Die Motorleistung ist mehr als ausreichend, nahezu senkrechter Steigflug ist mit dem von Höllein empfohlenen Setup möglich.
Der Introduction F5J ist ein Modell mit welchem Thermikfliegen riesig Freude macht. Es ist preiswert, einfach und schnell zu bauen, sieht anmutig aus und fliegt spitzenmässig.

Bilder geschossen vor und während des Erstfluges:

Hier noch ein Video vom Erstflug:

 

Euer Zöpfli

Wer hätte das gedacht? Hier bin ich wieder mit einem Baubericht von der INSIDE F5J vom Himmlischen Höllein. Mit der INSIDE F5J erfüllt das Erfolgsduo Höllein / Grüner CNC die Träume all jener, die beim Anblick der Introduction F5J nach Querruder geschrien haben. Aber nicht etwas "nur" mit 4 Klappen - Nein, die INSIDE F5J kann mit einem 6 Klappenflügel aufwarten! Ich erlaube mir hier Stefan Höllein zu zitieren: "...so kannst man durch die positive Verwölbung über die gesamte Spannweite aus einem eng kreisenden Modell ein noch enger kreisendes machen ... und den Rotmilanen Konkurrenz machen"

So liegt nun also der Baukasten für die INSIDE F5J vor mir auf dem leeren Baubrett. Nachdem ich über den Bau der Introduction F5J hier auf der Website berichtet hatte, weiss ich ja bereits was für ein Inhalt ich erwarten darf: Eine farbige Bauanleitung in deutscher Sprache, eine ebenfalls in Farbe gehaltene Stückliste, ein gerollter Bauplan ... natürlich in Farbe. Weiter die in bekannter Top-Qualität gelaserten Balsa- und Sperrholz Brettchen und die sechs fixfertig vorbereiteten Querruder- und Landeklappen. Ebenfalls im Baukasten befinden sich die Kohlerohre für die Holme, die CFK-Stäbe für die Nasenleisten, die benötigten Bowdenzüge und einem grossen Beutel mit Anlenkungen, Flächenverbinder, Schrauben und allen weiteren benötigten Kleinteilen.

Jetzt zuerst mal festhalten was noch gesondert für die INSIDE F5J besorgt werden muss: Dünn- und dickflüssiger Sekundenkleber, 5 min. Epoxy, UHU Endfest, Bespannfolie, Servokabel sowie die elektrischen Steckkontakte ( 5 Pol, gerade, schwarz / 2x Buchse und 2x Stecker) für die Flächenverbindungen und für den Übergang von der Tragfläche in den Rumpf (8 Pol, gerade, grün / 1 Set).
Werkzeug wird dasselbe wie bereits bei der Introduction F5J benötigt: Messer, Metall-Säge, Stossnadeln, Schleifklotz und - papiere verschiedener Körnung, kleine runde Schlüsselfeile, Bohrer 2 mm und 5 mm, Lötkolben, Folienbügeleisen und ein paar Gewichte zum Beschweren stellen sich immer wieder als wichtiges Zubehör heraus.

Als Antrieb habe ich mich für die "Premium-Variante" entschieden - den Hacker A20-12XL EVO Motor, beim Regler hingegen bin ich etwas voreingenommen und habe diesmal den Castle Creation Talon 35 gewählt.
Beim Klapp-Propeller fällt die Wahl auf den empfohlenen 11x6 Aeronaut CAM. Die ebenfalls vorgeschlagenen Graupner DES 427 BB Servos machen in der Introduction F5J einen sehr guten Eindruck und sind ihr Geld alleweil wert - also werde ich sie auch in der INSIDE F5J wieder verbauen.

Da die INSIDE F5J und die Introduction F5J zu weiten Teilen identisch sind, werden Leser meines vorherigen Bauberichts zweifellos gewisse Passagen hier wieder erkennen - ich hoffe hier auf Ihr Verständnis da es nicht viel Sinn macht dieselben Baugruppen mit anderen Worten zu umschreiben. Ich probiere dafür einige besondere "Gefahren" aufzuzeigen.

Der Zusammenbau beginnt mit den Leitwerken. Also die Pläne von den Leitwerken auf das Baubrett spannen und mit Folie (z.B. Frischhaltefolie aus der Küche) vor Kleber schützen. Die Bauanleitung ist sehr gut und verständlich verfasst und mit Fotos zu jedem Bauschritt versehen. Eigentlich sollte so nichts mehr schief gehen können. Schon ziemlich schnell muss man sich entscheiden ob man das Höhenleitwerk abnehmbar gestalten will oder nicht. Meine (Transport-)Erfahrungen mit der Introduction F5J helfen mir bei der Entscheidung: Ein HLW mit einer Spannweite von beinahe 65 cm sollte für mich auf jeden Fall abnehmbar sein.

Jedes Brett im Baukasten ist nummeriert, ebenso ist bereits jedes einzelne Bauteil nummeriert und in der Bauanleitung klar vermerkt welches Bauteil sich auf welchem Brett befindet. Genial! Die gelaserten Bauteile sind mit möglichst wenig Stegen in den Brettern belassen - das heraustrennen fällt sehr leicht, egal ob Balsa- oder Sperrholzbauteil. Die Passgenauigkeit der Teile ist von höchster Güte und der clevere Aufbau stellt nicht umsonst ein wesentliches Merkmal von Höllein / Grüner CNC Modellen dar.

Wie in der Bauanleitung vorgesehen geht es im nächsten Schritt darum den Kastenrumpf zu bilden. Auch hier stosse ich wieder auf die alten Bekannten "Präzision" und "genial konstruiert". Der gezielte Einsatz von möglichst wenig Sperrholz ergibt eine gute Steiffe bei sehr geringem Gewicht. Zuerst werden die Rumpfseitenteile zu jeweils einem (Achtung - es gibt ein linkes und ein rechtes Teil) langen Stück zusammengesetzt. Auf diesen Seitenteilen werden der Kontur entlang die obere und unteren Rumpfgurte sowie die Flächenauflage aufgeklebt. Ebenso werden danach die Aussteifungen eingeklebt. Diese dienen gleichzeitig als Halter für die Bowdenzug-Führungsrohre ... darum unbedingt beachten dass diese Aussteifungen richtig herum eingeklebt werden. Der Zusammenbau der Rumpfhälften beginnt mit dem Einkleben der Spanten und des Flächenhalters. Um den Rumpf zu verschliessen wird oben und unten beplankt. Ein guter Freund zeigte mit neulich seinen Rumpf - dieser war beim beplanken im vorderen Bereich leicht rund nach einer Seite geworden. Also unbedingt gut auf dem Bauplan "verspannen" vor dem Beplanken (Alu-Winkelmaterial oder genug Gewichte links und rechts sind dafür gut geeignet)!

Hier nun endlich ein paar Bilder der Leitwerke und des Rumpfes:

Endlich beginnt der Bau der 3-teiligen Tragfläche - ein Mittelteil mit den beiden Endleisten-Landeklappen, der Flächenbefestigung zum Rumpf und dem innovativen Schnellverschluss-System zum fest machen der Aussenflügel: zwei geknickte Aussenflügel mit den inneren und äusseren Querrudern und festen Winglets ... nach Möglichkeit ist ein linkes und ein rechtes Exemplar zu bauen!
Der Zusammenbau der Flügel gestaltet sich in typischer Höllein-Manier: Die Rippen werden auf den Holm aus CFK-Rohr aufgefädelt, mit der Endleiste fixiert, auf dem Plan winklig zum Baubrett ausgerichtet und mit dünnem Sekundenkleber angeklebt. Es folgt noch die Nasenleiste welche aus einem CFK-Stab besteht welcher in derselben Art verklebt wird. Vor dem Holm werden nun noch die Halbrippen eingeklebt. Für alle schrägen Anschlussrippen liegen Winkelschablonen bei und die Verbindungen der Baugruppen sind wohl durchdacht. Es bewährt sich den Holm mit Gewichten zu beschweren damit die Fläche immer schön auf dem Baubrett liegt. Ebenso ist es eine gute Idee bevor man die Rippen mit der Endleiste verklebt zu kontrollieren, ob die Rippe in dem Bereich wirklich sauber eingesteckt ist und auf dem Baubrett aufliegt! In einem Übersee-Forum habe ich auch gelesen, dass es Leute gibt die mit der falschen Winkelschablone ihre Anschlussrippen eingeklebt haben - also nochmals kontrollieren ob W1 oder W2 gefragt ist bei der aktuellen Baugruppe.

Bilder vom Bau der Tragfläche:

Die nächste Etappe umfasste nun das Bespannen und den Einbau der elektronischen Komponenten. Bei der Bespannfolie habe ich für alle Flügel Ora-Light rot verwendet, für den Rumpf Oracover weiss. Über das Bügeln der Folie ist nicht viel zu sagen - ich machs halt (immer noch) gerne. Bitte darauf achten dass die Ruderklappen (vor allem am Flächenmittelteil) so an die Tragfläche gebügelt werden, dass die Auskerbungen an der Klappe für das Ruderhorn mit dem Servoschacht in der Fläche fluchtet ;)

Das fertig bespannte Seitenleitwerk wird nun an seiner Position am Rumpfende eingesteckt, die Klebestelle angezeichnet (dort wird die Folie wieder entfernt) und abschliessend mit Epoxy mit dem Rumpf verklebt. Auch hier war ich wieder erstaunt, wie wenig Nacharbeiten nötig waren, damit alle Flächen im richtigen Winkel zum Rumpf stehen.

Durch die sechs Servos in der Tragfläche fällt ein wenig mehr Lötarbeit als bei der Introduction F5J an - in der Bauanleitung befindet sich ein hervorragendes Schema wie man die Servos verdrahten kann - ich kann dies nur empfehlen.

Bilder vom Bespannen und den abschliessenden Arbeiten:

Ich habe diesmal beim Bauen die Grundlagen für ein Zeitraffer-Video des Aufbaus geschaffen - das Ergebnis könnt Ihr hier sehen:

Die INSIDE F5J wurde eben auf das Wochenende hin fertig und so muss ich zu meiner Schande gestehen, die INSIDE F5J geflogen zu haben ohne sie bis jetzt auf die Waage gelegt zu haben. Das Gewicht ist für mich aber aus zwei Gründen heraus nebensächlich geworden: So toll wie die INSIDE F5J fliegt, was interessiert mich das Gewicht? Ausserdem muss man fliegen solange des Wetter gut ist - auf die Waage kann die INSIDE F5J auch noch im Winter wenn es schneit. Schaut Euch das Video vom Erstflug an - ich denke es beantwortet viele Fragen zum Thema Flugleistung.

Hier das Video vom Erstflug:

Euer Zöpfli